Alpenwanderung oder besser Nordic Walking von
Oberstdorf nach Davos
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Freitag, 11. Juli 2003
Abreise um 5:33 Uhr vom Bahnhof Springe.
Ankunft um 12:47 in Oberstdorf. |
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Samstag 12. Juli 2003 Aufstieg zur Kemptner Hütte. Durch Wald entlang der Trettach geht es zunächst noch mühelos voran, dann, am sogenannten Knie, erreicht man den Einstieg zum Sperrbachtobel, und der Weg wird steil. Überquerung des Sperrbachs und Aufstieg durch starken Pflanzenwuchs an dessen rechten Hängen. |
Später dann wieder Überquerung des Sperrbachs und Einstieg in den oberen Sperrbachtobel. Die Vegetation lässt merklich nach. Nach der Durchquerung des "Felskanals" kann man rechts oben die Kemptner Hütte (1844 m) inmitten der Gipfel der Allgäuer Berge liegen sehen, die wir dann auch bald erreicht haben. |
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Nach kurzer Rast sanfter Aufstieg zum Oberen Mädelejoch, zugleich Überschreitung des Allgäuer Hauptkammes und der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. |
Der Abstieg nach Holzgau durch das
Höllbachtal zunächst durch spärlich bewachsene
Felslandschaft, dann durch Latschen und Nadelwald
unbequem und steil. Nach Erreichen der Jausenstation Uta
Fahrweg vorbei am Simmswasserfall nach Holzgau. |
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Sonntag, 13. Juli 2003
Sonntag - Zum Frühstück gab es
selbstgebackenen Kuchen. Um 8 Uhr waren wir unterwegs.
Beim steilen Aufstieg ins Kaisertal auf den Serpentinen
der gut ausgebauten Fahrstraße schützten zunächst noch
Wald und Berghänge vor der unbarmherzigen Sonne. Kaisers
(1500 m) erreichten wir nach einer Stunde, ein einsames
Bergbauerndorf inmitten gewaltiger Bergriesen. |
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Vor allem aber Hitze und Höhenluft schienen
mir mehr zuzusetzen.So kam ich beim Kaiserjochhaus an,
als er schon beim 2. Weizen war. |
Montag, 14. Juli 2003
Obgleich Pettneu
1222 m hochliegt, war die Hitze um 8 Uhr morgens schon so
groß, daß uns der Mut für den geplanten Aufstieg zur
Edmund-Graf-Hütte fehlte. Wir wählten den Weg entlang
des Rosannaflusses an St.Anton vorbei, durch die
Rosannaschlucht ins Verwalltal. Backofenhitze! Am frühen
Nachmittag erreichten wir die Konstanzer Hütte. |
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Dienstag, 15. Juli 2003 Um 6 Uhr verliessen wir leise unser Lager, ärgerten uns über das dürftige Frühstück und waren um 7 Uhr unterwegs. Der Weg führte ins Schönverwalltal, das seinen Namen zu recht führt. Der Zusatz "schön" passte besonders auf das Wetter, solange wir noch im Schatten der Bergriesen wanderten, aber auch auf die faszinierende Hochtal-Landschaft. Bis 2000 m kamen wir auf dem Fahrweg gut voran. Dann führte ein steiniger Pfad hinauf zu den Scheidseen (ca. 2250 m) am Verbellner Winterjöchl. Wunderschön die beiden Seen, das Ufer mit weißen Blumen übersät, eingerahmt vom Gebirge, das gar nicht mehr so gewaltig erschien, da man ja hier schon oben war. Und über allem war es still. |
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Oberhalb der Seeen die Neue Heilbronner
Hütte, in die wir nicht einkehrten, da es noch sehr
früh war. |
Mittwoch, 16. Juli
2003 Mit dem Bus zur Bielerhöhe. Wir waren lediglich zu einem zweistündigen Spaziergang rund um den Stausee aufgebrochen. Als sich jedoch an der Südspitze des Sees das Ochsental unseren Blicken öffnete, sahen wir fasziniert auf die Gletscher der Dreitausender und änderten die Richtung. Wir zogen hinauf in dieses Tal der Jll bis zur Wiesbadener Hütte (2443 m) und wurden belohnt mit prächtigem Rundblick auf die grandiose Gletscherlandschaft rund um den Piz Buin. |
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Wieder am See setzten wir unseren Rundweg fort. Von der Bielerhöhe ging es mit dem Bus zurück nach Partenen. Donnerstag, 17.
Juli 2003
Am Morgen zogen wir zur Tochter. |
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Freitag, 18. Juli 2003 Mit dem Bus zur Bielerhöhe. Zunächst abwärts zum Madlenerhaus. Nach Überquerung eines kleinen Seitenbaches der Ill und Durchwanderung eines Trümmerfeldes, das von einem riesigen Bergsturz herrührt, führte der Weg nach kräftigem Anstieg bei ca. 2100 m auf die Tschifernella-Weiden |
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Vorbei an wunderschönen kleinen Gebirgsseeen sahen wir bald auf dem Ostgrad des Kleinen Litzners die Saarbrückner Hütte (2538 m). Während Klaus die für 3 1/2 Stunden ausgewiesene Wanderung zu einer Trainingseinheit nutzte und nach 2 Stunden auf der Hütte ankam, brauchte ich 40 Minuten länger als er, hatte aber dieses Mal den Aufstieg bei herrlichstem Wetter genossen. |
Der Rückweg führte
uns über den Litzner Sattel (2737 m). In Anbetracht des
schönen Wetters hatten wir diesen Weg gewählt, wollten
aber auch umkehren, falls es zu schwierig werden sollte.
Natürlich kehrten wir nicht um. Laut Karte führt der
Weg über ein Gletscherfeld, von dem aber außer ein paar
Schneefeldern alles weggeschmolzen war. |
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![]() Der Abstieg fiel uns schwer. Teilweise
mußte geklettert werden. Im Klostertal konnten wir
ausschreiten |
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Samstag, 19. Juli 2003
Wir hatten nun mal
diesen blödsinnigen Ehrgeiz, den ganzen Weg von
Oberstdorf nach Davos zu Fuß zu gehen, und so mußte es
denn sein. Die Rucksäcke wurden aufgeschnallt. Bei
brütender Hitze war der Aufstieg mit 1000 m
Höhenunterschied zur Bielerhöhe Pflichtprogramm. |
Sonntag, 20. Juli 2003
Das Ziel des
heutigen Tages sollte Vergalda sein über Hochmaderer
Joch, Tübinger Hütte, Mittelbergjoch, Vergaldajoch und
Vergaldatal. |
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Über schuttbedeckten Talboden, Überquerung eines großen Schneefeldes gelangten wir auf steilem Steig zum Hochmaderer Joch (2505 m). |
Vom Joch ging es über
Schutthänge hinab ins Gantschettatäli und unter den
Hängen der Valgraggespitzen fast eben zur Tübinger
Hütte (2191 m). |
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Montag, 21. Juli 2003
Der Weg über
St.Gallenkirch ins Gargellental war einfach. Entlang der
Ill bis St.Gallenkirch, dann steiler Aufstieg auf
dem Suggadinweg ins Gargellental. Ein Teil der Strecke
wurde wegen Verschüttung durch Muren auf der Straße
zurückgelegt. In Gargellen kaum angekommen, wurden wir
von einem Wettersturz überrascht. Urplötzlich
verhüllte sich der Berg, zugleich setzte orkanartiger
Sturm mit Gewitter, wolkenbruchartigem Regen und Hagel
ein. Wir ereichten laufend einen überdachten Hausgang
und eine Telefonzelle, wo wir vor herumfliegenden
Gegenständen geschützt waren. Nach weniger als einer
Stunde war alles vorbei, und die Sonne fing wieder an zu
scheinen. |
Dienstag, 22. Juli
2003
Die Königsetappe. |
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Nicht schwierig, aber beschwerlich ging es auf vom Vieh überdüngten Weiden steil bergab. In einen kleinen Biergarten oberhalb des Schlappiner Sees kehrten wir ein. |
Von hier aus führte ein Fahrweg hinab nach
Klosters (1124 m). Wir überwanden unseren Schweinehund,
kamen am Bahnhof vorbei und fuhren nicht mit dem Zug. |
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Nach Überwindung des Wolfgang - Passes
konnten wir endlich auf den Davoser See blicken, den wir
dann auch bald erreichten.
Wir sind auf der ganzen Strecke
ausnahmslos mit Stöcken gelaufen - bergauf, bergab und
in der Ebene. |
| Samstag,
26. Juli 2003 Swiss Alpine Marathon Davos Die Wanderung sollte
neben seinem Erlebniswert Training und Höhenanpassung
für den Swiss Alpine Marathon sein und hat wohl auch
einiges bewirkt. Übrigens, ein Teil der Aufnahmen wurde von mir auf einer Wanderung von Oberstdorf nach Davos im Jahre 2000 gemacht. Viele Wegstrecken waren die gleichen. Ich wanderte allein und benötigte 6 Tage. In Klosters allerdings war ich in den Zug gestiegen. |